Belastungs- oder Beanspruchungsanalyse?

Die Beurteilung psychischer Belastung ist nicht einfach, da Belastung und Beanspruchungsfolgen nicht kausal verknüpft sind, sondern subjektiven Bewertungen unterliegen. Dabei spielen die Lebensgeschichte, die Persönlichkeit, eigene Ressourcen, aktuelle Krisen oder die Identifikation mit dem Betrieb mit rein. Das unterscheidet von Belastungsfaktoren wie Lärm, Gefahrstoffen, Licht etc., die unabhängig von den handelnden Personen gemessen werden können.

 

Jede Arbeitstätigkeit ist in der Regel psychisch belastend. Das ist erst einmal nicht negativ.

Die Reaktion auf die Belastung kann unterschiedlich sein Dabei hilft es, sich klar zu machen, was eigentlich der Unterscheid zwischen Belastung und Beanspruchung ist.

 

Die Begriffe Belastung und Beanspruchung stammen aus der technischen Mechanik. Die Arbeitswissenschaft hat sich dieses Konzept zunutze gemacht, um Ursache und Wirkungszusammenhänge bei der Arbeit darstellen zu können.

 

Belastung meint Einflüsse, die von außen auf den Menschen einwirken. Die Reaktion, z.B. erhöhte Pulsfrequenz, wird als Beanspruchung bezeichnet. Die Belastung für zwei Personen kann zwar gleich hoch sein, aber die Beanspruchung, also die individuelle Anstrengung zur Bewältigung der Anforderung, kann unterschiedlich sein, da beide Personen über unterschiedliche Voraussetzungen verfügen.

 

Während der KPB-Test auf die Analyse der Belastung zielt, ist unser Inbalance!-Arbeitsplatzcheck ein Verfahren zur Erfassung der Beanspruchung.

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